Am 10. Februar 1970 wurde bei einem Terroranschlag auf dem ehemaligen Flughafen München-Riem der israelisch-deutsche Passagier Arie Katzenstein getötet, elf weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Am Ort des Geschehens befindet sich heute die Firmenzentrale von Brainlab. In Zusammenarbeit mit der Stadt München haben wir den Erinnerungsort München-Riem 1970 geschaffen, mit einem Kunstwerk von Alicja Kwade, um die Opfer zu ehren und sicherzustellen, dass ihre Geschichte nicht vergessen wird. Die Gedenkstätte ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Teil des Ensembles ist eine zweisprachige Informationstafel.
„Für die Reflexion über die Vergangenheit, und somit auch die Zukunft, gibt es kein besseres Medium als Kunst. Als Private-Public-Partnership soll dieses Werk den städtischen Raum nicht beruhigen, sondern irritieren und uns aufzeigen, dass unser Zusammenleben immer fragil sein wird.“
Stefan Vilsmeier, Firmengründer, Brainlab
Die Eröffnung der Gedenkstätte
Am 10. Februar 2025, anlässlich des 55. Jahrestags des Anschlags, eröffneten Brainlab und die Stadt München den Erinnerungsort München-Riem 1970 am Hauptsitz des Unternehmens. Die Zeremonie brachte die Familien der Opfer, Vertreter der Stadt München und des Freistaats Bayern und weitere Würdenträger zusammen, um derjenigen zu gedenken, die von dem Anschlag betroffen waren, und die Bedeutung der Erinnerung zu betonen. Redner wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner, die Generalkonsulin von Israel Talya Lador-Fresher und Brainlab Gründer Stefan Vilsmeier betonten die historische Bedeutung des Ortes und die Notwendigkeit, sich gegen Antisemitismus zu stellen. Alicja Kwade teilte ihre Gedanken zur Bedeutung ihrer Skulptur als kraftvolle Erinnerung an die bleibenden Auswirkungen jenes Tages. Die Zeremonie wurde von musikalischen Darbietungen begleitet und endete mit einer Blumenniederlegung, einer Schweigeminute und einem Segen am Denkmal.


